Herzstücke

00. Juni 2018, 11 Uhr, Gießen

Erik Verhagen: Bevor wir uns die ausgestellten Arbeiten ansehen und auf sie eingehen, möchte ich dich bitten, über deinen beruflichen Weg und deine Herkunft zu sprechen. Über die Dinge, die dich in deiner Laufbahn und während deiner Ausbildung geprägt haben. Wo kommst du her? Was hat dich beeinflusst und was hast du vielleicht auch abgelehnt?

Ernst Stark: Ich war drei Jahre lang auf einer Berufsfachschule für Holzbildhauer. Das ist eine Art Werkkunstschule. Der erste Künstler, der mich nachhaltig beeinflusst hat, war Michelangelo mit seinen extrem flachen, frühen Steinreliefs und seinen Architekturzeichnungen, die zum Teil sehr abstrakt und modern auf mich wirken. Das war in den 1980er Jahren. Auch Pop Art und Popmusik waren wichtige Impulsgeber.

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Die Welt war nie genug

00. Juni 2018, 11 Uhr, Gießen

FAZ, 22. Februar 2018

Ein Boot aus Holz war das erste Werk, das Ernst Stark in der elterlichen Schreinerei in Bamberg schuf. Wenig später fand er es auf dem Haufen wieder, der für den Ofen gedacht war. Der Vater hatte das liebgewonnene Stück einfach in zwei Teile gesägt und zu Feuerholz erklärt. Böswillig meinte er das nicht, sagt Stark. Sein Vater war eben ein beschäftigter Mann, habe gedankenlos gehandelt.

Und obwohl seine Eltern gegen eine künstlerische Laufbahn waren, entschied sich Stark für den Beruf des Bildhauers. Mit Erfolg. Heute betreibt er jeweils ein Atelier im hiesigen Sachsenhausen sowie im fernen Paris und organisiert eigene Ausstellungen. Aktuell sind seine Werke in der Frankfurter Oberfinanzdirektion zu sehen.

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»Und nun, und doch: Jeder … Mensch, ob Mann, Frau, Bildhauer, oder einfach und Idiot, hat eine Verletzung, eine Wunde, aus der es weiterblutet.«